Was ist Ergotherapie?

Was ist Ergotherapie

Ergotherapie ist in Deutschland ein anerkanntes Heilmittel und wird vom Arzt verordnet als motorisch-funktionelle, psychisch-funktionelle, sensomotorisch-perzeptive Behandlung sowie als Hirnleistungstraining. Einsatzbereiche sind überwiegend die Pädiatrie, Psychiatrie, Geriatrie, Neurologie und Orthopädie. Außerdem arbeiten Ergotherapeuten in verschiedenen Einrichtungen für geistig und/oder körperlich beeinträchtigte Menschen.

  • Ergotherapie in der Pädiatrie

  • Ergotherapie in der Pädiatrie

    Ergotherapie kann (im Rahmen interdisziplinärer Zusammenarbeit) bei allen Kindern und Jugendlichen indiziert sein, deren Entwicklung zu selbstständigen, handlungsfähigen Erwachsenen eingeschränkt bzw. behindert ist.

    Spielerisch werden Bewegungsabläufe, Körperspannung und Koordination erlernt. Auch die Förderung der Wahrnehmungsverarbeitung, Konzentration, Ausdauer oder Stärkung der Motivation und Neugierde gehören hierbei zu den Kernzielen der Ergotherapie.

  • Marburger Konzentrationstraining / MKT

  • Marburger Konzentrationstraining / MKT

    Das MKT ist ein auf Selbstinstruktion basierendes, kognitiv-verhaltenstherapeutisches Gruppentraining für Vorschul- und Schulkinder im Alter von fünf bis etwa zwölf Jahren.

    Es wird u.a. bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung eingesetzt. Das MKT soll den Kindern die Methode der verbalen Selbstinstruktion sowie grundlegende Arbeitstechniken für den Schul- und Hausaufgabenalltag vermitteln. Weitere Bestandteile sind Entspannungstechniken, etwa durch autogenes Training, und Verhaltensmodifikation, unter anderem durch positive Verstärkung, zur Verbesserung von Selbsteinschätzung und Selbstkontrolle. Ziel ist eine Veränderung von einem impulsiven hin zu einem reflexiven kognitiven Arbeitsstil.

    Nähere Informationen zu den MKT-Gruppen erhalten Sie in unserer Niederlassung an der Hülser Strasse.

  • Ergotherapie in der Psychiatrie

  • Ergotherapie in der Psychiatrie

    Ergotherapie in der Psychiatrie bietet Menschen die Möglichkeit, ihre eigenen kreativen Potenziale (wieder) zu entdecken und durch die Erkrankung verloren gegangene Fertigkeiten und Fähigkeiten wiederzuerlangen.

    Zu den Krankheitsbildern im Bereich Ergotherapie gehören psychische Störungen aller Altersstufen, Angststörungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Depressionen, Schizophrenien, Essstörungen, affektive Störungen, dementielle Syndrome, Störungen bei Alkohol-, Drogen- und Medikamentensucht oder das hirnorganische Psychosyndrom.

  • Ergotherapie in der Geriatrie

  • Ergotherapie in der Geriatrie

    Ergotherapeutisch behandelt werden ältere Menschen mit akuten und chronischen Erkrankungen aus den Fachgebieten der Neurologie, Inneren Medizin, Orthopädie, Chirurgie und Psychiatrie.
    Die Förderung und Stabilisierung von vorhandenen und verloren gegangenen geistigen, sozialen und körperlichen Fähigkeiten steht hierbei im Vordergrund.

  • Ergotherapie in der Neurologie

  • Ergotherapie in der Neurologie

    In diesem Bereich werden vor allem Erkrankungen des zentralen Nervensystems behandelt.

    Hierzu zählen zum Beispiel der Zustand nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzungen, Querschnittslähmungen, Multiple Sklerose, Parkinson-Syndrom, GBS oder Amyotrophe Lateralsklerosen.                                                                                                                     Hierbei werden vor allem verlorengegangene oder eingeschränkte Fähigkeiten wiedererlernt. Durch gezieltes Funktionstraining und Hemmung pathologischer Bewegungsmuster, werden die Patienten vor allem im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit von Ergotherapeuten unterstützt.

  • Ergotherapie in der Orthopädie

  • Ergotherapie in der Orthopädie

    In der Orthopädie werden Menschen hauptsächlich über motorisch-funktionelles Funktionsraining behandelt.
    Hierzu zählen zum Beispiel traumatische oder degenerative Störungen der oberen Extremitäten und der Wirbelsäule, Amputationen, Querschnittslähmungen oder Narbenbehandlungen nach Operationen und Brandverletzungen.